Übersäuerung und seine Folgen für den Menschen

Aktualisiert: 14. Nov 2019

Wir hören täglich, dass die meisten Menschen übersäuert sind. Aber was genau bedeutet das überhaupt für uns?


Überall in den Medien hört man heute, dass viele Menschen extrem übersäuert sind. Wenn ich im Zuge meiner Gesundheitsberatung und meiner Vitalanalyse mittels Messgerät von Übersäuerung spreche, schauen mich viele denn doch ratlos an. Deswegen möchte ich hier einmal kurz schildern, was genau eine Übersäuerung des Körpers bedeutet und warum das für uns so gefährlich ist. Und natürlich was wir letzten Endes dagegen tun können, bzw. wie wir die Säure ausleiten.


Unser Ziel in der Ernährung muss es sein, für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu sorgen, das bedeutet, dass das Verhältnis von Säuren zu Basen bei 2:8 liegen sollte.


Gemessen wird das Verhältnis mit dem PH-Wert, d.h. ein niedriger PH-Wert deutet auf ein Übermaß an Säuren hin. Für jedes Organ und jede Körperflüssigkeit hat man einen optimalen PH-Wert festgelegt. Wir haben Bereiche im Körper, bei denen ein saures Milieu durchaus erwünscht und gesund ist, wie z.B. bei der Magensäure, bzw. der Milchsäure in der Scheide oder im Dickdarm. D.h. also, dass Säuren nicht gleich schlecht für den Körper sind. Wie alles im Leben kommt es auf das Gleichgewicht an.


Leider dringen bei unserer heutigen Ernährungsweise zu viele Säuren in unseren Körper ein, so dass es dauerhaft zu einem Überschuss, also einer Übersäuerung, kommt.


Aber welche Produkte sind letztendlich so schädlich für uns, weil säurebildend?


An erster Stelle stehen hier die industriell gefertigten Lebensmittel, da sie nicht zu einer natürlichen Ernährung des Menschen zählen. Weiterhin nehmen die Menschen heute ein Übermaß an Getreideprodukten zu sich, die ebenfalls stark säurebildend sind. Ebenso zu den Säurebildnern gehören verarbeitete Fette und Öle (künstlich gehärtet, raffiniert, etc.), Zucker, gezuckerte Gerichte, Snacks und Getränke. Schauen Sie einfach mal auf Fertigprodukte und suchen Sie nach den versteckten Zuckern, die da z.B. lauten: Saccharose, Dextrose, Raffinose, Glukose, Fruktosesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup, Glukosesirup, Stärkesirup, Karamellsirup, Laktose, Maltose oder Malzextrakt, Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin, Süßmolkenpulver, Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt. Ohne diese Zucker würde man manche industriell hergestellte Lebensmittel überhaupt nicht essen. Schauen Sie z.B. mal, welche Stoffe in einer Pilzcremetütensuppe sind: Geschmacksverstärker/Hefeextrakt/Milcheiweiß, Stärke/modifizierte Stärken, Maltodextrin, Zucker (Saccharose), Milchzucker, Emulgatoren, Säuerungsmittel z.B. Citronensäure, Eigelb (Carotinoide), Farbstoffe: Tomatenpulver/Rote-Bete-Pulver u.a.. Die Pilze muss man suchen in so einer Suppe. Bis auf ein paar getrocknete Pilze, die zur Deko in der Chremesuppe schwimmen, wird man da keine weiteren finden (Wussten Sie z.B. dass kein Rind jemals freiwillig Kraftfutter essen würde? Dem werden Geschmacksstoffe zugefügt, damit die Rinder das überhaupt zu sich nehmen und möglichst schnell wachsen; wir Menschen sollen von dem Fertigfood nicht „wachsen“, aber den Profit einiger Produzenten steigern; der Gesunderhaltung von uns Menschen dient diese Ernährung sicher nicht).


Aber auch Fleisch- und Wurstwaren sowie jegliche Milchprodukte übersäuern unseren Körper ebenso wie Koffein, Nikotin, Alkohol, Kochsalz oder künstliche Zusatzstoffe in Fertiggerichten.

An dieser Stelle kommt meist die Frage: was kann man dann überhaupt noch essen? Darauf antworte ich: Das, was die Natur für uns vorgesehen hat, also natürliche, unverarbeitete und möglichst unbelastete Lebensmittel. Basenbildende Mineralstoffe sind z.B. Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen (säurebildende wären Schwefel, Phosphor, Chlorid, Fluor und Jod). Basenbildende Lebensmittel sind z.B. Pilze, Salate, Gemüse, Kartoffen, Mandeln, gekeimte Nüsse, gekeimte Hülsenfrüchte, Sprossen aus Radieschen, Sonnenblumenkernen, Brokkolisamen, o.ä., Gewürze/Kräuter und (in gemäßigten Mengen) auch Obst. Als besonders geeignet empfehle ich auch die Hirse Goldkeimlinge von Härdtner. Die Keimlinge sind basisch und werden in einem speziellen Keimverfahren gekeimt, bei dem der Vitamingehalt im Korn optimal erhalten bleibt. Weiterhin liefern sie Folsäure (was wiederum die Fettverbrennung anregt) und sind leicht verträglich (sie enthalten keine schwerverdaulichen Stoffe sondern nur sekundäre Pflanzenstoffe – aus Phytinsäure –, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt und lebensnotwendig sind.


Nicht zu vernachlässigen sind neben den Faktoren der falschen Ernährung auch Bewegungs- und Lichtmangel, Schlafmangel, bzw. zu wenig Entspannung, Stress durch Arbeit/Familie, falsche Atmung, Umweltgifte, Chemikalien und Medikamente.


Aber was genau passiert, wenn wir übersäuert sind?


Als erste Anzeichen für eine Übersäuerung sind Probleme mit dem Blutzuckerspiegel, ein erhöhter Blutdruck, Anfälligkeit für Allergien, Schlafstörungen, schnelle Ermüdung, Stimmungsschwankungen, etc..


Schwierig wird es aber bei einer chronischen Übersäuerung, wie sie ein Großteil der Menschen heute hat. Einige Gesundheitsprobleme möchte ich an dieser Stelle aufzeigen:


Abgespanntheit, Allergien, Bindegewebsschwäche, Bluthochdruck, Cellulite, Besenreiser, Depressionen, Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Erschöpfung, Gicht, Haarausfall, Hautprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Osteoporose, Rheumatische Erkrankungen, Unerklärliches Schwitzen/Nervosität, Übergewicht und Verdauungsstörungen.


Hinzu kommt, dass die Säuren, die der Körper nicht über die Entgiftungsorgane wie die Leber oder die Nieren ausscheiden kann, eingelagert werden müssen, um die Prozesse im Körper nicht zu stören. Hierzu eignen sich Bereiche wie die Gelenke, die Muskulatur, Haarwurzeln oder die Haut. Wie das dann insgesamt nach einigen Jahren Übersäuerung aussieht, kann man sich vorstellen.


Also: Ernähren Sie sich überwiegend basisch. Machen Sie maximal einmal die Woche einen Cheat Day, an dem Sie sich auch mal etwas Ungesundes „gönnen“. Sie werden merken, dass Sie im Laufe der Zeit gar kein Bedürfnis mehr nach einem solchen Tag haben, wenn Ihr Mineralstoff- und Nährstoffhaushalt ausgeglichen und der Körper entsäuert ist. Zusätzlich empfehle ich Chlorophyll, das die Zellen mit Sauerstoff auffüllt. Sie finden das in Weizengras, Gerstengras, Moringa oder Spirulina.

Viele Menschen, die bereits über Jahre übersäuert sind, müssen diese allerdings mit weiteren Mitteln, wie z.B. einer kompletten Darmsanierung, ausleiten und den Darm anschließend nicht nur präbiotisch, sondern auch probiotisch, aufbauen. Wie genau das geht, erkläre ich in meinem nächsten Blogbericht.


Bei Fragen zum Thema schreiben Sie mich gerne an.



7 Ansichten

Kontakt

Email: gesundheit-health@in-linea.de

Phone: 02335 - 801036

Informieren Sie mich über Neuigkeiten

© 2019 by Anke Lüßenhop. Proudly created with Wix.com