Die Bedeutung von Jod wird allzu oft verkannt

Jod gehört zu den Spurenelementen, von denen wir ja bereits mehrfach gehört haben, genauer gesagt zu den Mineralstoffen. Es kommt im Körper nur in sehr geringen Mengen vor, beispielsweise in der Schilddrüse, den Muskeln, der Haut und im Körperfett. Jod kann nicht vom Körper gebildet werden und muss daher, genau wie Eisen oder Zink, über die Nahrung aufgenommen werden. Eine Speicherung von Jod über bis zu drei Monaten erfolgt über die Schilddrüse, aus welcher der Körper die Reserven bei Bedarf abrufen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen eine Aufnahme von 200 Mikrogramm am Tag (Schwangeren 230 Mikrogramm), was nicht wirklich viel ist. Dennoch hat diese kleine Menge eine große Wirkung auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen. Sport erhöht den Bedarf, aufgrund der erhöhten Schweißproduktion, den Bedarf allerdings, so dass man als Sportler definitiv die Einnahme kontrollieren sollte. Die reduzierte Form von Jod ist Jodid mit einem zusätzlichen Elektron. Beide Formen sind für eine optimale Funktion jedes Organes und jeder Zelle im menschlichen Körper zwingend notwendig. D. h. unsere Nervenzellen, unser Gehirn und unsere Schilddrüse können ihre optimale Funktion nur mit Jod ausüben. Jod ist also wichtig für

  • unsere kognitiven Fähigkeiten

  • den Energiestoffwechsel

  • die Nervenfunktion

  • •und die Erhaltung der Haut

Leider haben die Menschen hierzulande viel zu viel Angst vor einer Überdosierung von Jod, weil dies von Ärzten und in den Medien oftmals falsch transportiert wir. Dass dies Fehlinformationen sind beweisen die Japaner, welche täglich mehr als 100 Mal mehr Jod mit der Nahrung aufnehmen als ein Deutscher. Interessanterweise haben die Japaner auch viel seltener Probleme mit der Schilddrüsenfunktion.

Für einen Jodmangel sprechen Anzeichen wie

  • Müdigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • Konzentrationsschwäche

  • abfallende Leistungsfähigkeit

  • starkes Kälteempfinden

  • trockene Haut

Bereits 1997 ergaben Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertungen, dass Deutschland ein Jodmangelgebiet sei und infolgedessen viele Menschen an einer Unterversorgung mit diesem Element leiden.

Interessanterweise haben bereits frühere Mediziner einen täglichen Bedarf von 12,5 bis 35,5 mg (also nicht Mikrogramm, wie oben beschrieben) in Form von „Lugol’scher Lösung“, also Jod und Jodid zusammen, empfohlen.

Jod und Jodid in Kombination und ausreichender Menge, fördern eine Ausscheidung von Schwermetallen wie Blei und Quecksilber und hat einen erhöhten Entgiftungseffekt durch eine erhöhte Ausscheidung der toxischen Halogene Fluor, Brom und Chlor.

Dr. Armbruster stellte beispielsweise in seiner Praxis fest, dass bei 5.000 Patienten in den vergangenen acht Jahren mehr als 90% an einem Jodmangel litten bei gleichzeitigem Vitamin D3-Mangel (hier waren es sogar 100 %).


Wie ich bereits oben schilderte, leiden nur wenige japanische Frauen an Brustkrebs oder deren Männer an Prostatakrebs (fünfmal weniger als deutsche Frauen und Männer). Das ist schon mehr als ungewöhnlich und es liegt nahe zu sagen, dass die Ernährung wohl einen großen Anteil an dieser Tatsache trägt. Interessanterweise steigt das Brustkrebs-Risiko um 80 % bei den Japanerinnen, wenn sie nach Amerika auswandern. Eine Erklärung hierfür ist der erhöhte Fisch- und Sojakonsum bei japanischen Frauen und Männern. Zunächst fokussierten sich die Wissenschaftler daher auf die, in hohem Maße in Fisch enthaltenen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Da aber zusätzlich etwa 25 % der täglichen Kost dort aus Meeresalgen und Seetang bestehen, einem Nahrungsmittel, das sehr viel Jod enthält, vermutete man hier einen Zusammenhang, zumal Amerikaner diese Seepflanzen eher nicht bevorzugen.


Ein Mangel an Jod wurde bereits in zurückliegenden Jahren mit Brustkrebs in Zusammenhang gebracht, da die meisten Frauen mit Brustkrebs, wie auch Dr. Armbruster bei seinen Patientinnen feststellen konnte, hatten. Ein solcher Jodmangel muss aber, um wirklich derartige Schäden hervorzurufen, über Jahre bestehen. Kanadische Wissenschaftler haben bereits vor 10 Jahren Versuche mit Frauen gemacht, welche an gutartigen Veränderungen des Brustgewebes litten (Mastopathie). Führte man ihnen Jod zu, verringerte sich die Zunahme des Brustgewebes und auch Wucherungen an der Schilddrüse (Kropf) gingen zurück.


Diese Schutzwirkung von Jod wurde durch zahlreiche Studien bei Tieren und Menschen weiter untermauert. U. a. bezeichneten die mexikanischen Neurobiologinnen Dr. Carmen Aceves und Dr. Brenda Anguiano Jod in ihrer 2019 veröffentlichten Studie als „Wächter für die Integrität der Brustdrüse“. Sie äußerten sich in dieser Studie über Jod als das Element, das nachweislich mit einem geringen Risiko von gutartigen oder bösartigen Erkrankungen der Brust in Zusammenhang gesetzt werden kann, weshalb sie forderten, dass Jod zum Bestandteil der Brustkrebs-Behandlung werden sollte.


Der Endokrinologe Dr. Roland Gärtner von der Universität München (Mitglied des Arbeitskreises Jodmangel) äußerte sich folgendermaßen zum Thema Jod: „Durch die antioxidative Wirkungen des Jods werden aggressive sauerstoffhaltige Stoffwechselprodukte – die sogenannten freien Radikale – abgebaut und unschädlich gemacht. Damit werden Zellen und Erbsubstanz vor Schäden und bösartigen Veränderungen bewahrt.“


Auch in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) findet der jodhaltige Seetang bereits lange Verwendung bei der Behandlung von Brustkrebs. Hierzu Professor Gärtner: „In Tierversuchen konnte nämlich gezeigt werden, dass ein Zusatz von fünf Prozent Seetang zum Futter die Entstehung von chemisch erzeugtem Brustkrebs signifikant verzögert. Neuere Tierstudien ergaben, dass die dauerhafte Zufuhr von Jod die Häufigkeit von chemisch induziertem Brustkrebs bei Ratten um 70 Prozent reduzieren kann. Möglicherweise ergeben sich für die Zukunft völlig neue therapeutische Ansätze.“


Aus diesem Grund schlägt auch Professor Gärtner eine ausreichende Zufuhr von Jod vor. Folgende Lebensmittel enthalten viel Jod (sollten Sie sich vegan ernähren, schlage ich Jodtabletten vor; ich selbst nehme diese auch seit meiner Krebserkrankung):

  • Algen

  • Seetang

  • Scholle

  • Seelachs

  • Kabeljau

  • Garnelen

  • Hummer

  • Miesmuscheln

  • Feldsalat

  • Brokkoli

  • Champignons

  • Spinat

  • Shiitake

  • Kohl

  • Hirse

  • Rettich

  • Mais

Man sollte beim Kauf jedoch immer auf die Herkunft der Lebensmittel achten. Wenn man sich durch den Kauf günstiger, chemisch gedüngter Nahrungsmittel zusätzlich mit Giften belastet, hat man nichts gewonnen.

Eine Versorgung mit Jod über Speisesalz kann ich nicht wirklich empfehlen. Ich empfehle Meersalz, Urmeersalz, oder ein anderes hochwertiges und naturbelassenes Salz. Dem Speisesalz werden durch die Verarbeitung, sämtliche Mineralien entzogen, so dass es praktisch wertlos ist, bis auf die künstliche Zugabe von Jod. Haben Sie auch keine Angst Salz in Ihrer Küche zu verwenden. Die Mineralien des Salzes sind wichtig für die Versorgung unseres Körpers, unserer Knochen und Gelenke, darauf sollten wir nicht verzichten. Schlecht ist lediglich das chemisch gebleichte Speisesalz, welches mittels Chemie rieselfähig gemacht wird und uns dadurch mehr schadet als nützt.

Wie kommt das Jod zur Schilddrüse und in die anderen Zellen?

Studien in den USA haben gezeigt, dass unterschiedliche Gewebe verschiedene Formen des Jods benötigen, weshalb sie die Einnahme von Jod und Jodid empfehlen. Es gibt mittlerweile auch Präparate bei uns zu kaufen, welche beide Stoffe enthalten.


In der Brust wird beispielsweise Jod konzentriert, genau wie in der Prostata. In der Schilddrüse und der Haut konzentriert sich Jodid, während in den anderen Organen wie der Leber, der Milz, den Nieren, den Speicheldrüsen, im Blut und in den Eingeweiden sich beide Formen konzentrieren.

Da Jod gleich mehrere krebshemmende Eigenschaften besitzt, kann ich persönlich eine Einnahme mehr als empfehlen. Wie wir ja inzwischen wissen haben Krebszellen leider keinen programmierten Zelltod, keine Apoptose. Offenbar wirkt aber Jod durch Jodination von Lipiden (Fetten), aus denen die Zellmenbranen gebildet werden, sogenannte Jodo-Lipide, welche schlussendlich antioxidativ wirken und gleichzeitig den Zelltod begünstigen.

Alles in allem waren das sehr wichtige Informationen, die mich auf meinem Weg zu neuer Gesundheit ein gutes Stück weitergebracht haben, weshalb ich Ihnen diese Hinweise sehr ans Herz legen möchte.


Was mich wirklich wütend macht ist, dass es anscheinend genügend Studien und Forschungen zu dem Thema Jod gibt, die eindeutig den positiven Effekt von Jod auf Krebs und unsere Gesundheit allgemein belegen, es aber dennoch in der Schulmedizin noch nicht angekommen zu sein scheint. Somit wird Jod, trotz des genialen Effektes bei Krebs, nicht zur Behandlung desselben angewandt. Vielleicht kann ich mit diesem Buch ein klein wenig dazu beitragen, dass sich mehr Menschen an die zusätzliche Einahme von Jod heranwagen.

Zitat Dr. Armbruster: „Auch ich habe damals im Studium noch gelernt `Gib kein Jod auf Hashimoto, du gießt Öl ins Feuer`. Ein Märchen. Das ist absolut falsch. Alle unsere Hashimoto-Patienten fühlen sich viel besser nach Gabe von Jod, Vitamin D3 und dem Meiden von Gluten haltigem Getreide. So ist zu hoffen, dass aufgrund dieser Erfahrungen der noch häufig anzutreffende `Jod-Bio-Terrorismus` und die verbreitete Jodphobie ausgerottet werden können; und dies zum Wohl der Millionen Patienten, die durch Falschinformationen zum Thema Jod über viele Jahre an den Folgen vermeidbarer Erkrankungen leiden mussten und müssen.“


Ich möchte daher noch einmal die Wichtigkeit von Jod für unseren Körper und dessen Funktionen betonen. Das Element Jod befindet sich in all den über 60 Milliarden Zellen unseres Körpers, wodurch wir schon sehen können, wie wichtig es für den menschlichen Organismus ist. Es wird aber eben nicht nur für die Produktion der Schilddrüsenhormone benötigt, sondern für die Herstellung aller Hormone im Körper, somit stellt Jod ein elementares Element dar für:

  • •die Bildung der Schilddrüsenhormone

  • •die Optimale Funktion des Immunsystems und damit der Gesundheit

  • •die Anti-virale Funktion unseres Körpers

  • •seine Antibakterielle Funktion

  • •die Anti-Krebs Funktion

  • •die Anti-Zystenbildung von Brust und Ovarialzysten

  • •die Vermeidung von geistiger Retardierung (Kretinismus)

  • •zur Prävention von Alzheimer, Demenz und mentalen Störungen

  • •zur Vermeidung von Kropfbildung

  • •zur Vermeidung von Kinder- und Jugendsterblichkeit

  • •und zur Vermeidung von Unfruchtbarkeit

Tatsächlich wusste ich beispielsweise nicht, dass Jod-Mangel die häufigste bekannte Ursache für geistige Retardierung bei Kindern weltweit darstellt.

Wie schon erwähnt benötigt jede Zelle unseres Körpers Jod, wobei die Schilddrüse das meiste verbraucht, direkt gefolgt von den Brustdrüsen, den Ovarien, dem Gehirn, der Magenschleimhaut und dem Zilliarkörper (Ziliarkörper gehört zur mittleren Augenhaut, dient zur Aufhängung der Augenlinse) im Auge. Jod in der Substantia nigra (Wikipedia: Kernkomplex im Bereich des Mittelhirns (Mesencephalon), der durch einen hohen intrazellulären Gehalt an Eisen und Melanin dunkel ((lat. niger – fem. nigra – ,schwarz‘) gefärbt ist) wird mit Parkinson in Verbindung gebracht.

Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen sollten Sie Ihr Leben lang auf eine gute Jodversorgung achten, genau wie auf eine ausreichende Zufuhr von Antioxidantien und Vitamin D3. Kontrollieren Sie Ihre Werte regelmäßig bei Arzt, um eine optimale Dosierung zu gewährleisten. Damit sind Sie bestens versorgt. Gleichzeitig würde ich persönlich möglichst auf Gluten verzichten, auch wenn Sie es eigentlich gut vertragen.


Sie merken, wie viele Bausteine man zusammensetzen muss, um für sich und seine Gesundheit das Optimum zu erreichen. Die Hormone sind sicher in meinem Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen, aber ohne die anderen Dinge, die ich bereits beschrieben habe, wäre ich garantiert nicht zu so einem guten Ergebnis gelangt. Ich behaupte hier auch nicht, dass ich alle Wege gefunden habe, die zur optimalen Gesundheit und Bekämpfung einer Krebserkrankung wichtig sind, aber sicherlich habe ich einige wichtige Methoden gefunden, die ich Ihnen hier gerne aufgezeigt habe.



Nun ist es so, dass ich die klassische Medizin ja nicht generell ablehne, deswegen habe ich mich auch vertrauensvoll zur Operation des Tumors in die Hände eines Mediziners begeben und bin auch sehr froh, dies gemacht zu haben. Jedoch gibt es kritische Stimmen zu diversen Behandlungsmethoden in der klassischen Medizin, die ich hier gerne etwas verdeutlichen möchte, denn nur so kann man nachvollziehen, warum ich mich gegen die meisten angebotenen Maßnahmen entschieden habe.

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