Sauerkraut selbst fermentieren

Ich liebe Sauerkraut und meine Tochter ebenso. Was liegt also näher, als zu schauen, ob man den nicht einfach selbst herstellen kann. Denn ein Sauerkraut in der Dose oder am besten noch in Plastik eingeschweißt, wirkt auf mich nicht so Vertrauen erweckend.


Zunächst möchte ich einmal kurz erklären, warum fermentiertes Sauerkraut, oder überhaupt fermentierte Nahrungsmittel so gesund sind.


Früher wurden Lebensmittel fermentiert, um sie länger haltbar zu machen. Im Zuge der künstlichen Konservierung ist diese Notwendigkeit zusehens verloren gegangen. Fermentieren kann man eigentlich alles an Gemüse, von Zucchini über Paprika, Kohl, bis hin zu Möhren.


Bei der Fermentierung nutzen Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze Lebensmittel als Wachstumssubstrat. Als Nebenprodukt entstehen Alkohole oder Säuren. Fügt man verschiedene Gewürze hinzu, ergeben sich einzigartige Geschmackskombinationen.


Fermentierte Lebensmittel fördern unsere Gesundheit. Sie können das Risiko senken, Herz-Kreislauferkrankungen zu bekommen, verbessern die Verwertung von Eiweiß, den Gehalt an B-Vitaminen und Vitamin C sowie die Bioverfügbarkeit von Mineralien wie Eisen und Zink. Fermentierte Lebensmittel sind sehr gut verträglich und versorgen den Darm mit guten Bakterien, wodurch schließlich unser Immunsystem gestärkt wird.


Es spricht also alles dafür, Nahrungsmittel zu fermentieren? Deshalb hier eine kurze Erklärung für die Herstellung von Sauerkraut:


Nehmen Sie zunächst ein paar äußere Blätter vom Kohl ab und legen diese für später beiseite. Hobeln Sie den Kohl nun in grobe Streifen. Geben Sie den gehobelten Kohl in eine Schüssel und fügen je kg 20 g Salz hinzu. Nun kneten Sie den Kohl gut durch, bis die Zellen nach und nach aufbrechen und Flüssigkeit abgeben. Wenn der Kohl schön weich geworden ist, dies kann einige Minuten dauern, füllen Sie diesen in, mit kochendem Wasser gereinigte, Einmachgläser und geben Gewürze wie Kümmel und Lorbeerblätter hinzu (hier sei Ihrer Phantasie keine Grenze gesetzt). Füllen Sie die Gläser nicht komplett voll. Drücken Sie den Kohl mit den Händen gut in das Glas, so dass der ganze Kohl mit Flüssigkeit bedeckt ist. Die Flüssigkeit, die aus dem Kohl tritt, müsste ausreichen. Sollte am Ende nicht der ganze Kohl mit Kohlsaft bedeckt sein, geben Sie etwas Wasser hinzu. Nun benötigen Sie die gereinigten Kohlblätter. Schneiden Sie ein Kohlblatt etwas größer als das Glas und legen es auf den gehobelten Kohl ins Glas. Das Blatt soll dafür sorgen, dass kein Kohl nach oben treibt und verdirbt. Nun beschweren Sie das Innere des Glases mit einem Glas und schließen den Deckel. Lassen Sie das oder die Gläser nun 2 bis 3 Tage im Raum bei Zimmertemperatur stehen und öffnen die Deckel immer mal wieder, um die entstehende Säure entweichen zu lassen. Nach Ablauf der 3 Tage geben Sie die Gläser für 10 bis 14 Tage in den Kühlschrank (auch hier das lüften der Deckel nicht vergessen) und können ihn anschließend genießen.


Wenn Sie das Rezept probiert haben, werden Sie nie wieder fertigen Sauerkraut kaufen wollen. Beim nächsten Mal können Sie mit Möhren, Zucchini und Paprika experimentieren. Diese Gemüse eignen sich auch hervorragend für das Fermentieren.



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