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Spermidin - ein Wundermittel für ewige Jugend?

Spermidin ist in den letzten Monaten immer mehr in den Vordergrund gerückt, als das Mittel, das unsere Jugend erhalten und uns länger fit und gesund halten soll. Aber ist dieses Wundermittel wirklich so gut, oder ist das wieder einfach nur ein Hype, um ein neues Produkt gut zu vermarkten?


Studien belegen die positive Wirkungsweise von Spermidin

Es gibt mittlerweile aber auch einige Studien zum Thema, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den lebensverlängernden und gesundheitsfördernden Mechanismen auf die Spur zu kommen. Und in diesem Zusammenhang wurde auch das natürliche Polyamin „Spermidin“ näher beleuchtet.


Zunächst einmal hat Spermidin erwiesener Maßen bei Tieren eine lebensverlängernde Wirkung und erstmals konnte ein internationales Forschungssystem, von der Medizin-Uni Innsbruck geleitet, diesen Anti-Aging-Effekt auch beim Menschen nachweisen. Gute Nachrichten also für uns?

Sollte es wirklich möglich sein, durch die vermehrte Aufnahme von Spermidin über unsere Nahrung unsere gesunde Lebensspanne verlängern zu können? Das wäre wirklich genial, oder? Tatsächlich bestätigte ein großes internationales Forscherteam im Rahmen des Tiroler K-Projekts VASCage (COMET, FFG), einen systemischen Einfluss bestimmter Nahrungsbestandteile auf die Entzündungs- und Alterungsprozesse in unserem Körper. Die Ergebnisse wurden schließlich auch im American Journal of Clinical Nutrition (AJCN) veröffentlicht.


Längeres Leben, dank spermidinreicher Ernährung

Untersucht wurde u.a., inwieweit die über die Nahrung aufgenommene Menge an Spermidin mit der Lebensspanne korreliert. Das Ergebnis der Studie: Die Probandinnen, die mindestens 80 µmol (Micromol) Spermindin je Tag über die Nahrung zu sich nahmen, wiesen ein wesentlich geringeres Risiko auf, im 20-jährigen Beobachtungszeitraum zu sterben. „Der Überlebensvorteil von spermidinreicher im Vergleich zu spermidinarmer Ernährung (<60 µmol pro Tag) beträgt rund fünf Jahre“, erklärt Pechlaner.

Doch wo kommt Spermidin eigentlich vor und genügt die Aufnahme aus der Nahrung, um unser Ziel, die lebensverlängernde Wirkung des Spermidins, zu erreichen?


An apple a day - auch in diesem Fall ein nützlicher Ratschlag


Generell kommt das Polyamin in einer hohen Konzentration in der Samenflüssigkeit vor, ebenso wie in anderen Körperzellen. Es wird aber auch von spezifischen Darmbakterien produziert. Leider nimmt die Produktion im Laufe des Lebens ab, wie bei so vielen Nährstoffen, die wir im Alter entweder weniger produzieren, oder aber aus der Nahrung nicht mehr so gut aufnehmen können. Der Grund liegt auf der Hand, denn es war von der Natur niemals vorgesehen, dass der Mensch so alt wird. „Dieser Entwicklung kann durch eine Ernährung mit spermidinreichen Lebensmitteln wie Keimgemüse, Erbsen, Vollkornprodukten, Äpfeln, Salat, Pilzen, Nüssen, Kartoffeln oder gereiftem Käse entgegengewirkt werden“, berichten die Innsbrucker Forscher. Als Beispiel könnten hier z.B zwei Portionen Vollkornbrot, 2 Portionen Salat mit einem Apfel ausreichen, um der Aufnahme an Spermidin genüge zu tun.

Was aber geschieht in unserem Körper, wenn wir ausreichend Spermidin zu uns nehmen? Welcher Vorgang sorgt für die lebensverlängernde Wirkung?


Spermidin hat die geniale Fähigkeit die Autophagie anzuregen und somit einen Selbstreinigungsprozess innerhalb der Zellen zu fördern. Das Alte wird aussortiert und Neues geschaffen. Ein genialer Effekt also. Da die Fähigkeit unseres Körpers zu dieser Autophagie im Alter zunehmend abnimmt, kommt es zunehmend zu krankheitsfördernden Ablagerungen in den Zellen, die wiederum zu Krankheiten wie Demenz, Diabetes, Tumoren, Artheriosklerose, Arthorse und vielem mehr führen können. „Die vermehrte Aufnahme von Spermidin signalisiert der Zellen, den Selbstreinigungsprozess zu starten und schützt damit vor Ablagerungen und vorzeitiger Alterung“, sagt Kiechl.


In Summe sind das also sehr positive Ansätze, die wir definitiv in unserem Ernährungsplan berücksichtigen sollten.


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