Warum ein veganes Familienkochbuch?

Ich wusste mittlerweile, wie ich zu meiner leidigen Arthrose gekommen bin (Übersäuerung durch falsche Ernährung und Stress) und musste mir jetzt aber überlegen, wie ich mein Leben umgestalten wollte. Ich habe zunächst damit angefangen, meinen Fleischkonsum zu reduzieren, was sich auch als ein sehr probates Mittel herausgestellt hat. Aber der große Erfolg wollte sich irgendwie nicht einstellen.


Hier kam mir wieder mal Vater Zufall zur Hilfe.


Wir waren zum Osteressen beim Cousin meines Mannes und seiner Familie eingeladen. Dieser erzählte uns, dass er gerade an einer Challenge von Atilla Hiltmann teilnahm. Atilla Hiltmann ist ein bekannter Vegan-Koch (mir war er damals allerdings nicht bekannt) und hat ein Buch geschrieben, mit dem man an einer Challenge teilnehmen konnte. Durch die vegane Ernährung hatten mein Cousin und seine Frau wirklich sehr gut abgenommen. Ich hielt das Ganze für recht suspekt, muss ich gestehen, denn vegane Ernährung war mir doch zu extrem in seinem konsequenten Verzicht auf tierische Produkte. Das konnte dauerhaft doch nicht funktionieren.

Aber ich schaute mir dennoch das passende Kochbuch an und bestellte es einige Tage später bei unsere Buchhandlung, da ich noch einen Gutschein und damit keine Eigeninvestition hatte.


Das Buch arbeitete ich dann allerdings doch sehr interessiert durch, denn die Rezepte hörten sich wirklich lecker an. Und was mich noch mehr in Begeisterung versetzte, war die Tatsache, dass meine Kinder plötzlich Dinge aßen, die sie vorher verabscheut haben. Meine Tochter machte bislang um Gemüse einen großen Bogen und lies sich plötzlich auf diese neuen Gerichte mit einer anderen Form des Würzens ein.

An dieser Stelle musste ich mir also eingestehen, dass die vegane Ernährung doch nicht ganz so falsch sein konnte und wir kochten daher nun fast ausschließlich vegan.


Ich muss sagen, dass sich mein Gesundheitszustand nicht sofort verbesserte, aber nach einigen Wochen merkte ich, dass ich fitter und agiler wurde. Ich trieb schon immer viel Sport und war begeistert, dass ich hier wieder zur Höchstform auflaufen konnte und das weitestgehend ohne weitere Beschwerden.


Heute ist es so, dass ich zwar immer noch knirsche, wenn ich die Treppen herunter komme, aber ich habe wirklich keinerlei Schmerzen mehr. Natürlich habe ich die Ernährungsumstellung noch mit einigen Nahrungsergänzungsmitteln und alternativen Behandlungen begleitet, aber auf diese möchte ich erst in einem späteren Bericht näher eingehen.


Letztendlich stand dann aber noch eine kleine Sache zwischen mir und meiner absoluten Gesundheit: Die Zeit für die Zubereitung dieser Gerichte. Atilla Hiltmann war alleinstehend, das merkte man deutlich. Seine Gerichte sind wirklich toll, aber oftmals viel zu aufwendig, wenn man die mal eben kochen möchte. Also änderte ich viele Rezepte ab und schrieb neue dazu. Irgendwann sagte meine Tochter zu mir: „Du hast jetzt so viele neue Rezepte, Du könntest fast schon ein eigenes Kochbuch schreiben.“…


Diese Idee brodelte eine zeitlang in mir, aber letztendlich fand ich die Idee gar nicht schlecht. Denn ich hatte wirklich Schwierigkeiten, Kochbücher zu finden, die für Familien geeignet waren und gleichzeitig auch berufstätigen Müttern entgegen kamen. Frisch und gesund sollten die Rezepte ja schließlich auch sein.


Nun sollte es doch für irgendetwas gut sein, dass ich Grafik-Designerin bin. Die Idee vom eigenen veganen Kochbuch war geboren. Es entstand: „Vegan mit Familie - geht doch!“ Ein Familienkochbuch mit größtenteils frischen Zutaten, einfachen Rezepten, vielen Tipps rund um die vegane Ernährung und diversen Nahrungsmitteln, das dennoch nicht mit erhobenem Zeigefinger über seinem Leser steht, um ihm zu sagen: „Du darfst nie wieder tierische Lebensmittel zu Dir nehmen“. Denn das sind wir auch nicht. Keine 100 prozentigen Veganer, aber sicherlich zu 85 Prozent.


Ich bin der Meinung, dass, wenn sich die Menschen nicht komplett vegan ernähren möchten, auch bereits ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ein großer Schritt für ihre Gesundheit darstellen wird. Und das allein war das Ziel meines Buches.


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